Für die meisten Menschen ist Fernsehen eine fremde Welt, die man nur von außen betrachtet kann, wenn sie via Satellit oder Kabel ins eigene Wohnzimmer gesendet wird. Die einzigen Fragen die sich viele stellen ist, was sie sich heute denn anschauen sollen oder ach: habe ich meine Lieblingssendung verpasst? Für viele gilt die Fernsehwelt aber immer noch als glanzvoll und erstrebenswert.

Beim Fernsehen zu arbeiten ist für meist jüngere Menschen immer noch Traumjob. Doch ist es das wirklich? Ist Fernsehen immer noch die erstrebenswerte Fernseh-Glitzerwelt? Eine Antwort darauf fällt nicht leicht. Denn ein Job beim Fernsehen hat tatsächlich viel von den Klischees, die man im Kopf hat: Stars, Kameras, Shows, Studio-Atmosphäre. Es kann in der Tat etwas ganz besonderes sein, für ein Showformat zu arbeiten, dass sich Millionen Menschen gebannt zu Hause im Fernsehen anschauen, über das am nächsten Tag das halbe Land auf der Arbeit spricht und diverse Zeitungen in einem Bericht erwähnen.

Das Identifikationspotential für seinen Job kann daher sehr hoch sein, was zusätzliche Motivation  generieren kann. Es ist schon etwas ganz besonderes, an etwas mitzuarbeiten, vielleicht sogar etwas mitzugestalten, das andere nur als ferne Welt im Fernsehen bewundern können.

Alles eitel Sonnenschein?

Und doch, selbstverständlich die Arbeit beim Fernsehen auch eine zweite Seite. Wer in einer Produktionsfirma arbeitet hat es noch vergleichsweise gut: man ist angestellt und hat ein festes Arbeitsverhältnis. Leider gilt dies jedoch nur für den Zeitraum, den es braucht, um eine Produktion abzuschließen. Zeitverträge sind nämlich nicht die Ausnahme, sondern die absolute Regel, praktisch ohne Ausnahme.

Ist eine Produktion im Kasten, muss man sich etwas Neues suchen – oder man ist arbeitslos. Der einzige Lichtblick dabei ist, dass  dafür auch relativ viele Stellen für neue Produktionen vakant sind. Auch die Verdienstmöglichkeiten sind gut, jedoch erst nach einem wirklich langen Tal der Tränen. Ist man Berufseinsteiger darf man sich nicht über eine Bezahlung auf Mindestlohnniveau wundern. Wer sich für einen Beruf im Bereich des Fernsehens entscheidet, dem muss das bewusst sein. Schwieriger ist es jedoch, wenn man freiberuflich tätig sein muss, wie es auch viele in der Fernsehbranche sind. Gerade Schauspieler und Moderatoren sind hier besonders zu erwähnen, die sich in einem großen Pool von Konkurrenten zu behaupten haben.

Nicht selten müssen Schauspieler auch beim Fernsehen zwischen den einzelnen Arrangements Hartz IV beantragen. Da kann der Traumjob schnell zum Alptraum werden. Letztlich muss man viel Herzblut mitbringen und breit sein, auf vieles für den Job zu verzichten. So muss man zusammenfassen sagen: wo Licht ist, ist auch viel Schatten. So beim Fernsehen.

DISKUSSION - Hinterlasse einen Kommentar.

Kommentiere den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here