Das war´s – kaum ein Augenzwinkern und Pietro war schon wieder verschwunden. Während sich bei rund 90% Frauenquote am Freitagabend in der NINA Bottrop die viel zu große Menschenmasse um halb zwei aus der NINA schiebt, hat Pietro Lombardi sich durch den Künstlerausgang wieder aus dem Staub gemacht. Und zwar etwa 25 Minuten, nachdem er die Bühne überhaupt betreten hat. Ohne Autogramme, ohne Fotos – so, wie man es von Künstlern in der NINA eigentlich anders gewohnt ist. Egal wer da kommt!

Aber alles der Reihe nach… Da haben einige hundert vorwiegend weibliche Fans und ihre Kerle (die gestern allesamt fahren mussten. Willkommen im Club.) für je 15€ eine der exklusiven und begrenzten Karten für den Pietro Lombardi Auftritt ergattert und waren in voller Vorfreude pünktlich vor Ort. Die NINA in Bottrop füllte sich ab 21 Uhr recht schnell.

DJ Brainstorm hatte im Stadl durchgehend ein Lächeln im Gesicht, durfte er doch fast ausschließlich Frauen in seiner Location entertainen. DJ Svensson in der „Royal Suite“ startete hingegen im Standard mit gutem Fox und Popschlager. Gegen kurz vor 0 Uhr füllte sich die Royal Suite aber zusehends, sodass es auch kein Rein oder Raus mehr gab. Eng an eng drängten sich die Gäste, die sich vor der Bühne auf der Tanzfläche für ihren Star positionierten.

Die Herren-Toilette war mittlerweile auch fest in weiblicher Hand, da das Damenklo maßlos überfüllt war und die Schlange fast bis zur Cocktailbar reichte. Wer so lange einhalten konnte, hatte Glück. Während DJ Brainstorm im Stadl seine feiernde Masse im Griff hatte, lief es musikalisch in der Royal Suite etwas aus dem Ruder. Die Nervosität bei allen (inkl. DJ) war allen anzusehen. Es sei dem DJ aber zumindest dahingehend anzurechnen, dass es auf der Tanzfläche auch keine Möglichkeit mehr gab, sich irgendwie zu bewegen. Gott sei Dank ist gestern Abend nichts Schlimmeres passiert (zumindest soweit wir das überblicken konnten).

Dann, um kurz vor Mitternacht – die Ansage, dass der Auftritt von Pietro Lombardi („Bella Donna“) kurz bevor stehe und in wenigen Minuten startet. Die Blicke und Handys wechselten von Richtung Bühne zur Backstage-Tür und zurück im Sekundentakt. Niemand konnte ahnen, dass man noch mehr als eine Stunde auf den Star warten musste, der zwar vor Ort war, aber tatsächlich erst gegen kurz vor Eins auf die Bühne kam. Mit dabei eine schier unzählige Masse an Bodyguards, Begleitern und wer sich noch so alles verantwortlich fühlte.

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Fan-Gekreische, ein paar Hits vom DSDS-Juror, ein bisschen „zicke zacke zicke zacke“, recht wenig Gesang und Pietro war nach einem Song als Zugabe auch schon wieder verschwunden. Keine Autogramme, keine Fotos. Danach schiebte sich die Masse der Gäste (und es waren viel zu viele) halbseitig Richtung Raucherbereich (absolut überfüllt) und Ausgang (absolut überfüllt).

DANKE an alle Gäste, dass Ihr Ruhe bewahrt habt, sonst hätten durchaus die Notausgänge geöffnet werden müssen!

Pietro Lombardi live

Gepostet von Marc Wegerhoff am Freitag, 10. Mai 2019

Fazit:

Zu voll, denn nicht alle Karteninhaber haben es in die Royal Suite geschafft, weil niemand mehr reinpasste. Zu wenig Auftritt, zu wenig wirklicher Gesang, zu viele „Verantwortliche“ auf und hinter der Bühne. Leider keine Autogramme. Insgesamt war es ganz nice, dass Pietro hier im Pott mal aufgetreten ist – seine Musik ist gut und mal eine dringend nötige Abwechslung in der NINA. Aber alles leicht fehlgeplant, weil restlos überfüllt. Deshalb gibt es heute unzählige unzufriedene Gäste, die sich bereits bei Facebook Luft machen und ein ungutes Gefühl, weil eben auch die Sicherheit der Gäste nicht gewährleistet sein konnte.

Die Gäste selbst waren von 25 Minuten Auftrittszeit rund 45 Minuten mit ihren Handys beschäftigt und sahen sich den eigentlichen Auftritt dann über das Display an. Ob man so einen Live-Auftritt oder Konzert erleben will, sei mal dahingestellt. Aber jeder so, wie er meint.

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