Knoblauch: Nicht nur lecker, sondern auch gesund

Knoblauch: Nicht nur lecker, sondern auch gesund

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Knoblauch ist ein deftiges Gewürz, das traditionell den Geschmack von Suppen, Saucen, Dips, Eintöpfen, Fisch- und Fleischgerichten abrundet. Doch die Pflanze, die in Geschichten bei der Abwehr von Vampiren hilft, gilt auch als gesund. Dem Knoblauch werden unter anderem antibakterielle Eigenschaften nachgesagt. Darüber hinaus soll er auf das Immunsystem, erhöhten Blutdruck und den Cholesterinspiegel Einfluss nehmen. Verschiedene wissenschaftliche Studien beschäftigen sich mittlerweile mit dem Knoblauch und zeigen, welches Potenzial in den scharfen Knollen steckt.

Bluthochdruck und Blutfette

Ein erhöhter Blutdruck gehört zu den häufigsten Zivilisationskrankheiten. Die Ernährung spielt für den Blutdruck eine wichtige Rolle und Knoblauch gilt bereits seit langem als natürliches Mittel, das den Blutdruck senken kann.

Darüber hinaus wirkt sich der Verzehr von Knoblauch nach verschiedenen Studien auf den Cholesterinwert des Blutes aus. Mediziner unterscheiden zwischen dem „guten“ HDL-Cholesterin und dem „schlechten“ LDL. Letzteres kann sich in den Blutgefäßen absetzen und zum Beispiel zu Arteriosklerose führen. Diese wiederum erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt.

Regelmäßiger Knoblauch-Genuss kann zur Senkung des Cholesterinspiegels beitragen. Einige Ärzte empfehlen Knoblauch deshalb als Unterstützung zur der klassischen Behandlung mit Medikamenten. Eine Studie aus dem Jahr 2000 von Ali und Kollegen weist sogar darauf hin, dass Knoblauch eine Ernährung ausbalancieren könnte, die ansonsten eher ungünstig für den Cholesterinspiegel ist. Da dieser Effekt jedoch bei Tieren festgestellt wurde ist unklar, inwiefern sich die Ergebnisse auf den Menschen übertragen lassen.

Alliin beeinflusst das Immunsystem

Alliin ist ein Stoff, der im Knoblauch vorkommt. Unter bestimmten Bedingungen kann Alliin das Wachstum von Bakterien hemmen. Es beeinflusst zudem möglicherweise, wie gut das Immunsystem sich gegen Infektionen zur Wehr setzen kann.

Auch im Zusammenhang mit Krebs und Krebsprävention wird Knoblauch immer wieder genannt. So ist es zum Beispiel möglich, dass Stoffe, die im Knoblauch enthalten sind, dem Immunsystem auch bei der Bekämpfung und Vorbeugung dieser schweren Krankheit helfen könnten. Konkrete Medikamente, die auf Knoblauch basieren, sind jedoch noch nicht erhältlich, da auf diesem Gebiet noch Forschungsbedarf besteht.

Allerdings warnen einige Ärzte auch davor, Knoblauch während einer Chemotherapie oder HIV-Behandlung leichtfertig zu nutzen. Denn gerade bei diesen Erkrankungen können die Inhaltsstoffe des Knoblauchs mit Medikamenten interagieren, die zur Behandlung eingesetzt werden. In diesem Fall solltest Du deshalb mit deinem Arzt klären, ob Dir Knoblauch eventuell mehr schadet als nutzt.

Welche Zubereitung ist am gesündesten?

Viele Studien basieren auf Versuchen, die mit fermentiertem Knoblauch, Knoblauch-Extrakt oder Knoblauch-Pulver durchgeführt wurden. Praktische Tipps für den Alltag gehen hingegen häufig von frischen Knoblauchzehen aus.

Gesunde Menschen können ihrem Körper mit Knoblauch etwas Gutes tun. Ein Wundermittel sind die Zehen leider nicht – doch sie haben einen festen Platz in einer vollwertigen Ernährung und können Dir dabei helfen, deine Gesundheit auf unterschiedliche Weise positiv zu beeinflussen. Manche bezeichnen den Knoblauch deshalb auch als Superfood.

Knoblauch lässt sich mit vielen Speisen kombinieren. Vor allem in der gesunden mediterranen Küche hat er als Gewürz einen festen Platz.

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