Neuer Skandal bei Blizzard mit rechtlichen Folgen

Neuer Skandal bei Blizzard mit rechtlichen Folgen

Foto: Blizzard Pressearchiv

Manchmal will man gar nicht mehr hinsehen. Man öffnet Twitter und das Erste was einem entgegenblickt ist ein Trend: Blizzard. Eigentlich müsste ich mich ja freuen „Oh ein Games-Konzern in den Trends? Vielleicht tolle News über irgendein Spiel?“ und dennoch, schon zum Zeitpunkt wo ich #Blizzard sehe, schwant mir Böses.

Ich sollte recht behalten, meine Hintergedanken lagen vollkommen richtig. Ein weiter Skandal erschüttert das uralte Unternehmen und damit auch die komplette Branche…mal wieder.

Es wurde Anklage erhoben gegen Activision Blizzard! Das California Department of Fair Employment and Housing tritt auf den Plan, um das Unternehmen zur Rechenschaft zu ziehen.
Dieses Mal geht es um sexuelle Belästigung, ungleiche Bezahlung aufgrund des Geschlechts und weiterer Steine die den weiblichen Mitarbeitern in den Weg geworfen werden.

Zwei Jahre lang gab es eine Untersuchung und das Ergebnis ist verstörend. Frauen werden nicht befördert da man Angst hat, sie können wegen Schwangerschaften ausfallen. Ebenso ist die Bezahlung für weibliche Angestellte schlechter, bei selber Leistung und Posten. Damit hört es dann noch nicht auf, so wurden Mütter aus den Stillzimmern geworfen, damit die männlichen Kollegen diesen als Meetingraum nutzen können.

Scheinbar kann man die Liste noch unendlich fortführen.

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Nicht nur die allgemeinen Arbeitsbedingungen scheinen für Frauen schlechter zu sein, man muss sich wohl auch mit anderen Dingen ordentlich herumschlagen.

So lassen sich die männlichen Kollegen regelmäßig volllaufen, um den Kolleginnen nachzustellen.

Vollkommen betrunken wird durch die Büros gekrochen und dabei den Angestellten, auf sehr unangemessene Art und Weise nahegekommen.

Es gibt trotz Ermahnungen sexuelle Witze und Anspielungen. Auch über Vergewaltigungen wird ganz öffentlich gescherzt.

Die männlichen Kollegen reichen ihre Arbeit dann auch gerne mal an die Frauen weiter, um sich anschließend beim Zocken zu entspannen.

Eine interne Möglichkeit zum Vorgehen für Geschädigte gibt es dabei scheinbar nicht. So müssen die Opfer oft Stillschweigen bewahren aus Angst vor Kündigungen oder anderen negativen Konsequenzen.

Aktion und Reaktion

Das DFEH reicht nun eine Klage ein. Als Behörde sind sie für Diskriminierungsfälle zuständig und müssen vermitteln oder gar einschreiten.

Außergerichtlich schien keine Einigung möglich zu sein, weswegen man nun andere Schritte gehen müsse.

Die Chefetage gerät hierbei in den direkten Fokus der Behörde. Man habe einfach nicht rechtzeitig eingegriffen und nicht auf Warnungen reagiert.

Nun liegt es an der DFEH verpasste Löhne, Gehaltsangleichungen und anderen finanziellen Ausgleich auf den Weg zu bringen.

Zudem möchte man die Frauen auch von eventuellen Racheakten seitens der Täter schützen.

Activision Blizzard hingegen stellt sich gegen die Behauptungen der DFEH. Natürlich habe man bereits interne Untersuchungen angeordnet. Man toleriere solch ein Verhalten nicht und würde alles daran setzen die Fälle aufzuklären. Auch wurden bereits Maßnahmen bei konkreten Fällen ergriffen.

Die DFEH würde Blizzard dabei in ein schlechtes Licht rücken, schließlich habe man mit ihnen während den Untersuchen eng zusammengearbeitet.

Auch habe die Behörde sich geweigert ihre Ergebnisse mit Blizzard zu teilen. Die beschriebene Situation entspräche nicht mehr den aktuellen Verhältnissen innerhalb der Firma.

 

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