Diese Atemschutzmasken schützen vor Viren
Foto: Pavel Anoshin on Unsplash

Diese Atemschutzmasken schützen vor Viren

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Redaktion
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In Europa breitet sich das Coronavirus immer weiter aus. Um sich zu schützen greifen viele Menschen nun zu Atemschutzmasken. Doch welche Masken bieten tatsächlich einen Schutz?

Das Coronavirus breitet sich immer weiter aus. Daher besteht eine sehr große Nachfrage nach Atem- und Mundschutzmasken. Allerdings wird das Angebot dieser Artikel immer knapper. In vielen Drogeriemärkten und Apotheken sind die Masken bereits restlos ausverkauft. Das Resultat daraus ist, dass die Atemmasken nun verstärkt zu überteuerten Preisen auf Amazon angeboten werden. Hier müssen Verbraucher darauf achten, nicht in eine Abzock-Falle zu geraten.

Abzock-Angebote für Mundschutz und Atemmasken

Die große Nachfrage nach den Mundschutz- und Atemmasken führt aktuell dazu, dass die Preise extrem in die Höhe schießen. Beispielsweise steigen die Preise für die Artikel auf Amazon stark an. Nun geht der große Online-Händler schon gegen die ersten Anbieter rechtlich vor, die sich mit überzogenen Preisen auf dem Marketplace tummeln. Hier konnten bereits einige der überteuerten Angebote gelöscht werden. Denn, Verbraucher sollten sich vor Augen halten, dass es sich bei den Einweg-Masken, die normalerweise von Ärzten getragen werden, um Artikel mit Centpreisen handelt. Vor dem Ausbrechen des Coronavirus lagen die Preise für eine Packung, in der 50 Masken enthalten waren, circa zwei bis drei Euro.

Bei Drittanbietern, welche die Atemmasken auf dem Amazon Marketplace anbieten, sind die Preise nun aber exorbitant gestiegen. Hier liegen die Preise beispielsweise für 50 Masken bei stattlichen 90 Euro. Es gibt sogar Angebote, die weit über 100 Euro liegen.

Politiker warnen vor der Abzocke

Wenn Anbieter den Coronavirus ausnutzen, um überteuerte Schutzartikel unter die Menschen zu bringen, handelt es sich um eine reine Verbraucherabzocke. Sollten überteuerte Angebote von Verbrauchern bemerkt werden, sollten diese öffentlich gemacht werden und der Verbraucherzentrale umgehend gemeldet werden. Darüber hinaus sollen sich die Menschen auf seriösen Internetpräsenzen, wie beispielsweise der des Robert-Koch-Instituts informieren, welche Schutzmaßnahmen sie gegen das Coronavirus ergreifen können. Kopflose Hamsterkäufe auszuführen sollte unterlassen werden.

Hilft der Mundschutz gegen das Coronavirus wirklich?

Wichtig zu wissen ist es natürlich, ob die Atemmasken gegen das Virus wirklich einen wirksamen Schutz bietet. Die Bundesvereinigung der deutschen Apothekerverbände ist der Meinung, dass durch die Masken nur ein begrenzter Schutz möglich ist. Werden die Atemmasken nicht korrekt angewendet, dann können sie einen größeren Schaden anrichten, als dass sie einen Schutz bieten. Denn die Verbraucher denken so, dass die Masken ihnen fälschlicherweise Sicherheit bieten und dadurch beispielsweise wichtige Maßnahmen, wie die ausführliche Handhygiene, vernachlässigen. In den Gebieten, in denen der Virus bereits ausgebrochen ist, verhält sich dies allerdings anders. Hier sollte im öffentlich Raum auf jeden Fall eine Atemschutzmaske getragen werden.

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Allerdings kann eine einfache Schutzmaske für Mund und Nase, welche die Ärzte beispielsweise während einem medizinischen Eingriff tragen, nicht zuverlässig verhindern, dass sich Menschen mit dem neuen Virus infizieren, Experten äußern dazu, dass diese Masken dafür gemacht sind, dass der Träger der Maske seinerseits keine Viren an seine Umwelt und Umgebung abgibt. Mehr Wirksamkeit versprechen hier Atemmasken, die über einen eingebauten Filter verfügen. Allerdings sind diese dem medizinischen Personal vorbehalten und nicht angenehm zu tragen. Für den Alltag eignen sich diese speziellen Atemschutzmasken also weniger.

Oft reicht ein Mundschutz nicht aus

Experten zweifeln also an, dass die handelsübliche, einfache Atemmaske einen effektiven Schutz vor dem Coronavirus bietet. Einige Studien haben im Jahr 2002 und 2003 während der SARS Epidemie gezeigt, dass von den sogenannten FFP3 Masken dennoch ein schützender Effekt ausgeht. Allerdings handelt es sich bei diesen Artikeln um keine herkömmlichen Atemschutzmasken, die von den Bildern aus Asien oder einem OP Bereich bekannt sind, sondern um professionelle Feinpartikelmasken.

Für ein längeres Tragen im Alltag sind diese Masken allerdings nicht geeignet. Die normalen Atemmasken können allerdings dagegen schützen, dass sich Menschen nicht allzu oft mit ihren Händen an Nase und Mund fassen. So kann die Gefahr einer Schmierinfektion eingedämmt werden.

Die wirklichen Atemschutzmasken, die über einen integrierten Filter verfügen, sind nur sinnvoll, um sie im medizinischen Bereich einzusetzen. Im Alltag machen die handelsüblichen Atemmasken nicht viel Sinn. Denn der einfache Schutz von Mund und Nase, wie ihn Ärzte oder Pfleger bei medizinischen Eingriffen tragen, kann vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus nicht effektiv schützen.

Die WHO gibt dazu die Aussage ab, dass für gesunde Menschen die Masken als Prophylaxe nicht zu empfehlen sind. Menschen und Patienten, bei denen die Gefahr besteht, sich bereits mit dem Virus infiziert zu haben, können diese allerdings durchaus nutzen um zu verhindern, dass sie die Viren noch weiter in ihrem Umfeld verbreiten.
Die unterschiedlichen Kategorien der Atemschutzmasken

Es gibt die Atemschutzmasken grundsätzlich in drei unterschiedlichen Kategorien, die auch als FFP Klassen bezeichnet werden. Alle der drei FFP Klassen sorgen für einen wirksameren Schutz, als die standardmäßigen Mundschutzmasken aus dem Handel. Desto höher die FFP Klasse einer Atemschutzmaske ist, desto größer ist auch ihre Schutzwirkung. Klassifiziert werden diese Masken anhand ihrer Durchlässigkeit, also der Leckage. Diese Darf bei der FFP Klasse 1 höchstens 22 Prozent betragen, bei der FFP Klasse 3 nur noch lediglich zwei Prozent.

Die Hersteller der Atemmasken müssen bei der Herstellung eine DIN Norm erfüllen. Bei den FFP Masken handelt es sich um Einwegartikel. Nach ihrer Benutzung müssen diese aus Gründen der Hygiene korrekt entsorgt werden.

Die Atemschutzmaske: Die wichtigsten Fakten im kurzen Überblick:

  • Zumindest bieten die einfachen Atemschutzmasken einen Schutz gegen eine Schmierinfektion
  • Die Masken werden allerdings für Menschen empfohlen, die bereits mit dem Virus infiziert sind
  • ein höherer Schutz wird durch spezielle Feinpartikelmasken gegeben, die im Alltag allerdings nicht ständig getragen werden können und dem medizinischen Personal vorbehalten sind