Wie kann man seinen Freunden und seiner Familie richtig Trost spenden?

Wie kann man seinen Freunden und seiner Familie richtig Trost spenden?

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Es gibt viele Gründe, weswegen man seinen Freunden oder seiner Familie Trost spenden müsste, sei es wegen Liebeskummer, wegen einer schlimmen Krankheit, wegen Probleme und schlechter Stimmung im Umfeld oder wegen einem Todesfall.

Doch wie spendet man am besten Trost und macht man es schon automatisch, weil man mit dem Gegenüber mitfühlt oder muss man sich dafür selbst erst einmal motivieren, weil einem die Empathie dafür einfach fehlt?

Was macht man, wenn die beste Freundin sich von ihrem Partner trennt, die eigene Schwester ihren Job verliert oder die Mutter eine schlimme Diagnose vom Arzt erhält und alle vorbeikommen und sich bei einem ausweinen und einen Rat erwarten?

Selbstverständlich möchte man dann auf irgendeiner Art und Weise helfen, doch oftmals weiß man einfach nicht genau wie und man sagt dann meistens so Sätze wie „Alles wird wieder gut“, „Es ist doch alles nur halb so schlimm“, „Schlaf am besten eine Nacht darüber, dann sieht die Welt schon wieder ganz anders aus“ oder „Versuch alles positiv zu sehen“. Das sind die Klassiker die jeder sicher schon einmal gehört oder aber auch selbst schon einmal zu jemanden gesagt hat.

Allerdings helfen diese Sätze nicht wirklich, sie machen uns nur ein gutes Gefühl, weil wir selbst Interesse gezeigt und uns bemüht haben. Jeder der wirklich leidet kann mit solchen Floskeln in der Regel allerdings nichts anfangen und die leidenden Menschen wollen mit Sicherheit auch etwas anderes hören, doch wie spendet man richtig Trost und wie kann man diesen Menschen am besten helfen? Das schauen wir uns in diesem Beitrag einmal genauer an.

 

Emotionale Anteilnahme ist sehr wichtig: Die ehrliche Anteilnahme ist der richtige Weg für eine emotionale Unterstützung beim Trost spenden. Die Betroffenen Menschen nehmen die ehrliche und persönliche Unterstützung ihrer Freunde oder ihrer Familie positiver auf als man denkt und vermutet. Leidende Menschen schätzen es wert, wenn die Tröstenden warmherzige und echte Anteilnahme zeigen und die Helfenden Personen bekommen das Gefühl, kompetente und nützliche Hilfe anbieten zu müssen und dabei unterschätzen sie, wie viel jede Form von Beistand wirklich helfen kann. Daraus lernt man, dass leidende Menschen keine Lösungsstrategien benötigen, sondern einfach nur die Personen brauchen, die richtigen Trost spenden und auch ehrlich zuhören können. Dennoch ist Trost spenden sehr oft eine große Herausforderung bei Freundschaften, Beziehungen und zwischen der Familie.

Was passiert, wenn Trost spenden schiefläuft? Hin und wieder kann es auch vorkommen, dass manche Schicksalsschläge unserer Freunde oder unserer Familie eigene Ängste und Sorgen hervorrufen können oder man hat einfach keine Ahnung oder Erfahrungswerte, wie man überhaupt mit dieser Situation umgehen soll. Wenn das der Fall ist, kann es auch Mal passieren, dass man durch Unsicherheit in einige Trost-Fettnäpfchen treten kann.

Das kann zum Beispiel dann passieren, wenn man das Leid der anderen klein redet, mit so Sätzen wie „Das wird schon alles wieder werden“ auch wenn man es eigentlich damit nur gutgemeint hat, kann es bei dem Gegenüber für Zweifel, Druck oder Schuldgefühle sorgen, weil sie denken, dass ihr Leid bei andern gar nicht wirklich als Leid aufgenommen wird.
Genau dasselbe kann auch passieren, wenn man Betroffene Personen vertröstet, in dem man sagt: „Melde dich einfach, wenn du etwas brauchst“, dabei sollte man lieber sofort handeln, denn es wurde uns ja schon das Leid geschildert und mitgeteilt und man hilft niemanden, wenn man ihn dann einfach vertröstet. Lieber sollte man sich Zeit nehmen und emotionale Unterstützung anbieten.

Wer jedoch auf Miseren anderer mit Mitleid reagiert, handelt nicht richtig, denn das ist leider nicht dasselbe, wie Mitgefühl zu haben und das Mitleid kommt auch eher abwertend beim Gegenüber an. Die Betreffenden Personen bekommen es mit, ob sie bemitleidet werden oder ob jemand echtes Mitgefühl empfindet und es auch zeigt. Wenn jemand nur Mitleid rüberbringt, fühlen sich die Leidtragenden nur noch hilfloser, trauriger oder sogar ängstlicher. Am besten wäre es, wenn man ehrliche Anteilnahme zeigt.

 

So gelingt Trost spenden unter Freunden und unter der Familie:

Am besten fragt man was sein Gegenüber genau braucht und benötigt, dass klingt jetzt zwar sehr einfach und simpel, doch oft traut man sich gar nicht diese Frage zu stellen und man fängt nur an zu raten. Dabei kann Trost bei jedem anders aussehen, bei manchen Menschen hilft Ablenkung und bei anderen Personen ein Gespräch. Darum sollte man auf die Bedürfnisse der betroffenen Person eingehen und ihr zeigen, dass man da ist.

Auch wenn man unsicher ist, sollte man sich immer vor Augen halten, dass niemand perfekt ist und jeder von uns kommt einmal in solch eine Situation, in der man nicht genau weiß, was man tun und wie man sich genau verhalten soll. Am besten geht man offen mit seinen Gefühlen und Bedenken um, anstatt sich aus Unsicherheit einfach nur zurückzuziehen, denn wenn man ehrlich mit dieser Sache umgeht, stärkt das auch den Zusammenhalt unter Freunden und unter der Familie.

Man sollte auch auf die Grenzen beider Seiten achten, denn es bringt niemanden etwas, wenn man zwar helfen möchte, aber sich selbst dabei verletzt oder es einem dabei nicht gut geht. Man darf bei all der Führsorge nicht zu kurz kommen und man darf das Leid der anderen nicht mit nach Hause nehmen und man sollte es immer mit dem eigenen Leben trennen können. Denn sonst besteht schnell die Gefahr, dass man sich zu sehr selbst mit dem Leid beschäftigt und es dann zu seinem eigenen Problem wird.

Es kann natürlich auch sein, dass die betroffenen Personen gar keine Hilfe haben möchte, dann sollte man das auch akzeptieren und nur anbieten, dass man da ist, wenn die Hilfe später doch benötigt wird.

 

 

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