Was tun bei trockenen Händen, wenn man keine Creme parat hat?

Was tun bei trockenen Händen, wenn man keine Creme parat hat?

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Es muss nicht immer eine verschreibungspflichtige Creme sein, um seine Hände vor der Kälte und somit vor der Austrocknung zu schützen. Denn es gibt auch ganz simple Hausmittel, mit denen es gelingt, seine Hände ohne Chemie mit Feuchtigkeit zu verwöhnen.

Jetzt im Winter, wo die Kälte und die Heizungsluft unserer Haut zusetzt oder aber auch seitdem wir uns wegen Corona viel öfters die Hände waschen als üblich und dazu noch Desinfektionsmittel benutzten, bleibt es nicht aus, dass wir rissige und trockene Hände bekommen.

Jedoch stecken in vielen Pflegeprodukten oder verschreibungspflichtigen Cremes, Zusatzstoffe, die nicht immer helfen oder die Symptomatik noch schlimmer machen, besonders dann, wenn Allergien eine Rolle spielen, und in Cremes, die man nur mit einem Rezept an der Apotheke bekommt, befinden sich oft Inhaltsstoffe, die man doch lieber nicht auf seine Haut schmiert, wenn es auch einfacher und gesünder geht.

Fast in jeder Handtasche oder aber bei den Männern auch im Auto, findet man jetzt zu dieser Jahreszeit wieder vermehrt Handcremes, denn wie jeder weiß, führt Kälte, trockene Heizungsluft und häufiges Händewaschen automatisch zu trockenen Händen, die im schlimmsten Fall auch aufplatzen und schmerzen. Genauso kann das ständige desinfizieren die Hände schädigen und ihnen die Feuchtigkeit rauben. Aber zum Glück gibt es Hausmittel, mit den man seine Hände auf natürliche Weise pflegen kann.

 

Aber warum werden die Hände bei Kälte trocken?

Das liegt an unserem Körper, denn bei Kälte bilden unsere Talgdrüsen ohnehin weniger Fett und Seifenprodukte, die man beim Händewaschen, Spülen, Duschen oder Baden verwendet, greifen den Säureschutzmantel der Haut an und darum kann die Haut die eigenen Fettbarriere nicht mehr richtig aufrechterhalten.

Zudem ist rissige Haut noch viel anfälliger für das Eindringen von Bakterien, was natürlich nicht so gut ist für unsere Gesundheit. Nur leider wissen nicht alle Menschen, wie man seine Hände in den Herbst- und Wintermonaten richtig und ohne Zusatzstoffe pflegt.

 

Die Hände mit natürlichen Hausmitteln pflegen:

Eigentlich sollen Handcremes die Hände vor der Austrocknung schützen, jedoch enthalten viele von diesen Cremes Zusätze, die der rissigen und eh schon beanspruchten Haut überhaupt nicht guttun.

Dazu sollte man auch wissen, dass wenn man seine Hände samtweich pflegen möchte, braucht man dafür keine teuren Drogerieprodukte oder ein ärztliches Rezept, denn die besten Mittel gegen rissige und spröde Haut findet man im eigenem Haushalt.

 

Das sind die besten Hausmittel gegen trockene Hände:

Natur Öle: Diese lässt man ganz einfach über Nacht einwirken, denn Fett ist das Mittel, welches trockene Haut unbedingt benötigt. Das Fett der Öle hilft nämlich dem Körper die Feuchtigkeit zu halten und schützt die Haut vor Umwelteinflüssen und Bakterien.

Am besten eignet sich dafür Oliven-, Kokos- oder Mandelöl und davon hat jeder mit Sicherheit eine Sorte zu Hause stehen. Dafür cremet man sich ganz einfach seine Hände mit dem ausgewählten Öl ein und besonders bei trockener Haut gilt, viel hilft viel, darum kann man das Öl ruhig großzügig auftragen.

Man sollte jedoch darauf achten, dass das Öl genügend Zeit hat, zum Einwirken, darum eignet es sich am besten, wenn man es kurz vor dem Schlafen gehen einmassiert, denn so kann es über Nacht einwirken. Zudem stören die fettigen Hände niemanden beim Schlafen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, könnte nach dem Einschmieren auch Baumwollhandschuhe tragen, so bleibt auch das Bett schön vom Öl verschont.

 

Ölbad für die Hände: Um die Wirkung noch mehr zu vertiefen, kann man seine Hände auch für ein paar Minuten in ein Ölbad legen, das ist dann wie eine intensive Kur für die trockenen Hände. Dafür erwärmt man am besten etwas Olivenöl und man legt die Hände für mindestens 5 Minuten dort hinein. Die Ölreste, die an den Händen verbleiben, lässt man dann auch nochmal für mindestens 5 Minuten einwirken und man sollte die Hände erstmal nicht wasche, sondern nur mit einem Tuch leicht und vorsichtig abtrocknen.

 

Handmaske: Haferflocken sind nicht nur gut und gesund zum Essen, sondern auch ein Wundermittel für die Haut, denn sie enthalten viele B-Vitamine, die zu einer schöneren und gepflegter Haut beitragen können. Für die Handmaske nimmt man ca. eine Tasse Haferflocken und etwas lauwarmes Wasser und daraus verrührt man sich eine fast feste Paste, die man dann richtig dick auf die rissigen Hände aufträgt.

Damit nichts herunterfällt sollte man die Hände ruhig halten und sie anschließend mit einem Küchentuch abdecken. Die Haferflockenpaste sollte nun für mindestens 10 Minuten einwirken und zum Schluss kann man sie mit klarem Wasser ablösen und die Hände behutsam abspülen.

 

Avocadocreme: Auch die Avocado ist schön fettig und in ihrem Fruchtfleisch findet man viele Vitamine, die die Regeneration der kaputten Hautzellen beschleunigen. Wenn man die Avocado mit etwas Olivenöl vermengt, ergibt das Fruchtfleisch einer reifen Avocado eine cremige Masse, die man schön auf die strapazierten Hände auftragen kann. Diese Creme sollte für mindestens 15 Minuten einwirken und dann kann man sie ohne Seife abgewaschen.

 

Lauwarmes Wasser und pH neutrale Seife: Damit man die Hände nicht noch mehr angreift und die Fettbarriere der Haut weiter reduziert, sollte man sich die Hände mit lauwarmen Wasser waschen, anstatt mit heißem Wasser. Außerdem ist es vom Vorteil, auf bestimmte Seifenprodukte zu verzichten, denn Zusätze und Duftstoffe können den Säuremantel der Haut weiter zerstören und somit trocknen die Hände noch viel schneller aus. Wenn man hingegen pH-hautneutrale Seife verwendet, hat man den negativen Effekt nicht, doch eine pH-neutrale Seife sollte einen Wert von 5,5 aufweisen, so kann man sich beim Kauf gut danach richten.

 

Um der trockenen Haut vorzubeugen, sollte man sich an folgende Sachen halten:

  • Die Kälte versuchen zu meiden, das geht natürlich auch mit Handschuhen, sobald man das Haus verlassen muss.
  • Saisonale Kosmetik verwenden, denn die Cremes die man im Sommer anwendet, könnten im Winter nicht reichhaltig genug sein.
  • Genügend Trinken, denn auch von innen kann man die Haut schützen, aber das ersetzt die äußere Pflege der Haut natürlich nicht.

 

 

 

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