Woran erkennt man eine scharfe Chili und deren Schärfegrad und womit kann man das brennen im Hals lindern?

Woran erkennt man eine scharfe Chili und deren Schärfegrad und womit kann man das brennen im Hals lindern?

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In jeder Küche kann man die Chilischote vielseitig einsetzten und so gut wie in jedem Land wird mit ihr gekocht. Doch woher erkennt man den Schärfegrad einer Chilischote, ohne dass man sie vorher kosten muss? Kann man zu scharfes Chili im Essen mindern?

In diesem Beitrag werden die oben genannten Fragen erklärt und man erfährt noch eine ganze Menge mehr, über das beliebte Würzmittel Chili, seit gespannt und vielleicht könnt ihr sogar noch etwas dabei über das Chili lernen.

Egal ob in Kochshows oder auf exotischen Urlaubsreisen, überall kommen neue Würzmethoden und Würzmittel auf dem Markt, man lernt nie aus und wer sich traut kann immer wieder neue Sachen und Gewürze in seinen Gerichten ausprobieren.

Auch der Schärfegrad wird bei uns in Deutschland immer höher, früher war man das mit dem Hausmannsgerichten gar nicht gewohnt so viel zu würzen und dann auch noch so scharf, aber mittlerweile haben auch unsere Gaumen sich daran gewöhnt und viele Menschen, wollen ihr Essen gar nicht mehr ohne eine gewisse Schärfe Verzehren.

Noch ein weiterer Grund, warum die Schärfe immer mehr Gefallen bei uns in der Küche findet ist, dass die Veganen und Vegetarischen Gerichte bei uns in Deutschland auch immer mehr zu nehmen und man mit der Schärfe viel mehr Pepp in das Essen hineinbekommt, wie zum Beispiel mit geräuchertem Chipotle-Chili, damit wird das Essen viel spannender und die Wahrnehmung der Aromen werden durch die Schärfe viel mehr gestärkt.

 

Scoville-Skala, dass ist die bekannteste Maßeinheit für den Schärfegrad:

Wenn man das Wort Chili hört, denkt man immer sofort an Schärfe, doch nicht jeder Chili ist auch automatisch scharf. Es gibt weltweit über 400 Sorten von dieser Würzrakete und der Schärfegrad wird mit der Scoville-Skala gemessen, diese Skala besagt, wie viele Tropfen Wasser man benötigt, um die Schärfe wieder zu neutralisieren.

Als Beispiel hat Tabasco 500 Scoville und das heißt, man bräuchte 500 Tropfen Wasser, was ca. 250 ml entspricht, um die Schärfe nach dem Verzehr wieder zu mildern. Diese Maßeinheit wurde übrigens nach dem amerikanischen Apotheker Wilbur Lincoln Scoville benannt.

 

Sagt die Farbe der Chili etwas über ihren Schärfegrad aus?

Leider nein von außen lässt sich die Schärfe der Chili leider nicht erkennen, das heißt also nicht, dass rote Chilis zum Beispiel schärfer sind als die grünen, denn jeder Chili ist am Anfang mal grün. Die Sorte, die Sonne, das Klima und die Wassermenge die das Chili bekommt, bestimmt dann auch letztendlich ihre Farbe.

Jedoch könnte die Oberflächenstruktur etwas Aufschluss über den Schärfegrad der Chili geben, denn umso unebener, verschrumpelter und vernarbter ein Chili von außen ist, desto schärfer ist sie am Ende auch.

Aber leider führt kein Weg daran vorbei, eine Chilischote aufzuschneiden und sie zu probieren, denn nur so kann man genau herausbekommen, wie scharf sie wirklich ist, bevor man sie in einem Gericht mitverwendet. Zu viel scharfe Chili, kann nämlich ein Essen ungenießbar machen.

 

Wichtige Tipps, bei der Verwendung von Chilischoten:

Man sollte bei der Verwendung von Chilis wissen, dass die meiste Schärfe in den kleinen Trennwänden, an denen die Kerne hängen steckt, darum muss man bei diesen feinen Häutchen und Kernen besonders aufpassen, nach dem Aufschneiden einer Chilischote.

Aus diesem Grund wäre es vom Vorteil, wenn man bei der Verarbeitung von Chilis auch immer Handschuhe trägt, denn wenn man sich zu Beispiel mit dem Finger ins Auge fasst, nachdem man den Chili aufgeschnitten hat, wird das Auge höllisch brenne und dieser Schmerz wird nicht so schnell und einfach wieder verschwinden.

 

Die Schärfe entwickelt sich erst richtig durch Hitze:

Aus diesem Grund sollte man vorsichtig sein, denn wenn die Chile nach dem Anschneiden noch nicht so scharf erscheint, kann es nach dem Erhitzen schon wieder ganz anders aussehen, denn wenn man die Chilischote mit ins Essen gibt und sie warm wird, entfaltet sie erst richtig ihr Schärfe, darum lieber erst weniger mit hineingeben, nicht das das Gericht nachher zu scharf wird.

 

Kann man ein Gericht noch retten, wenn es mit zu viel Chili gewürzt wurde und der Schärfegrad einfach zu hoch ist?

Zum Glück ja, ein paar Tipps gibt es, um die Schärfe wieder etwas aus seinem Gericht zu mildern.

Zum Beispiel bei einem Eintopf kann man ganz einfach die Menge aller Zutaten erhöhen, so verflüchtigt sich die Schärfe, wie von selbst, wenn das jedoch nicht funktioniert, kann man versuchen etwas Fett mit dazu zu geben, denn Fett reduziert auch die Schärfe.

Falls es zu dem Gericht passt, könnte man es auch mit Käse oder Creme-Fraiche versuchen, die Schärfe etwas zu mildern oder einfach ein Schuss Pflanzenöl mit dazu geben, denn das bindet die Schärfe.

Was allerdings auch noch die Schärfe bindet ist, wenn man ein hartes Stück Brot oder eine rohe Kartoffel mit kocht, dass könnte dann auch Abhilfe schaffen bei der Schärfe im Gericht. Man sollte das Brot oder die Kartoffel jedoch herausnehmen, bevor sie zerkochen und auseinanderfallen, denn sonst bleibt die ganze Schärfe mit im Gericht.

Eine Portion Reis könnte auch die Schärfe beim Essen mildern, wenn die Beilage zufällig zum Gericht dazu passen sollte.

 

Was hilft nach dem scharfen Verzehr wirklich, wenn der Hals anfängt zu brennen?

Auch wenn man es gerne möchte, sollte man nach dem Verzehr einer Chilischote auf gar keinen Fall Wasser trinken, natürlich ist damit auch kein Bier oder andere Erfrischungsgetränke gemeint, denn damit verteilt sich die Schärfe nur noch mehr im Mund- und Halsraumbereich. Das Capsaicin, was für die Schärfe verantwortlich ist, lässt sich am besten mit fetthaltigen Getränken oder Lebensmitteln, wie ein Schluck Milch oder ein Stück Käse lindern. Man könnte zu jedem Chiligericht auch einfach ein Klecks Sour-Creme oder ein Stück Käse mit servieren.

 

Kann man sein Schmerzempfinden trainieren?

Man kann Schärfe eigentlich gar nicht wirklich schmecken, denn es ist kein Geschmack wie süß, sauer oder salzig, es ist viel eher ein Schmerz im Nerv und dieses Schmerzempfinden lässt sich trainieren, denn je öfters man scharfe Gerichte isst, desto besser verträgt man mit der Zeit auch die Schärfe.

Man sollte jedoch nicht übertreiben, denn Schärfe kann auch süchtig machen, da der Schärfeschmerz im Körper Glücks-Hormone ausstößt, so wird man sprichwörtlich „High von der Schärfe“ und man möchte dieses Gefühl dann immer wieder und stärker empfinden. Nur zu viel Schärfe kann auf Dauer auch ungesund für den Körper werden, es sollte von daher lieber alles im Rahmen bleiben und man sollte mit der Schärfe nicht übertreiben, denn sonst schmeckt man nichts anderes mehr vom Gericht.

 

 

 

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