Wo für braucht der Körper Mineralstoffe und Spurenelemente?

Wo für braucht der Körper Mineralstoffe und Spurenelemente?

Nahrungsenergie liefern Mineralstoffe und Spurenelemente dem Körper zwar nicht, aber sie sind lebenswichtige anorganische Verbindungen, die verantwortlich für den Aufbau von unsere Zellen, Körpergewebe, Zähnen und Knochen sind.

Folgende Mineralstoffe gibt es:

  • Calcium
  • Kalium
  • Magnesium
  • Chlor
  • Phosphor
  • Natrium
  • Schwefel

Folgende Spurenelemente gibt es:

  • Chrom
  • Eisen
  • Jod
  • Kupfer
  • Mangan
  • Selen
  • Zink
  • Fluorid
  • Molybdän

 

Die Mineralstoffe nennt man auch Mengenelemente, weil sie im Körper in relativ großen Mengen vorhanden sind, im Gegensatz zu den Spurenelementen, sie sind nur in geringen (in Spuren) Mengen in unserem Körper vorhanden. Die Mineralstoffe findet man in tierischen so wie auch in pflanzlichen Lebensmitteln und sie werden in Gramm oder Milligramm-Mengen pro Tag benötigt und aufgenommen. Als anorganische Nahrungsbestandteile benennt man die Spurenelemente und ihr Inhalt im menschlichen Gewebe liegt unter 50 ppm, sie werden in Milligramm oder Mikrogramm-Mengen gemessen.

 

 

Calcium und Phosphor

Das Calcium und das Phosphor sind wichtig für unsere Knochen, Zähne und es spielt eine große Rolle für unsere Blutgerinnung, für unsere Muskeln- und Nerventätigkeiten, so wie für die Abwehr von Entzündungen und Allergien. Das Calcium ist auch noch für unser Herz, für unsere Lunge und unsere Nieren von enormer Bedeutung.

Bei einem Calcium-Mangel könnten die Muskeln und Nerven kribbeln und sich verkrampfen, andere Merkmale könnten Haarausfall, rissige Haut oder Querrillen auf den Nägeln sein. Für Säuglinge wird pro Tag 500 Milligramm Calcium empfohlen und für Erwachsene 900 Milligramm, für Jugendliche in der Wachstumsphase und für Schwangere sogar 1200 Milligramm Calcium pro Tag.

Bei einem Phosphor-Mangel könnte es zu Muskelschwäche, Erkrankung des Herzmuskels und deformierten Knochen (Osteomalazie bei Erwachsenen und Rachitis bei Kindern) kommen. Wenn ein Phosphor-Mangel schon in der Kindheit auftritt, könnten sogar Kleinwuchs und andere Wachstumsstörungen die Folge davon sein.

 

In Folgenden Lebensmitteln findet man viel Calcium und Phosphor:

  • Calcium: Milch und Milchprodukte, wie Käse Joghurt
  • Calcium: Calciumreiches Mineralwasser
  • Calcium: Grünes Gemüse, wie Fenchel, Grünkohl, Blattspinat Broccoli und Lauch
  • Calcium: Brombeeren, Himbeeren und Johannesbeeren
  • Calcium: Kräuter
  • Calcium: Nüsse
  • Phosphor: Leber
  • Phosphor: Fleisch
  • Phosphor: Wurstsorten
  • Phosphor: Milch und Milchprodukte
  • Phosphor: Brot
  • Phosphor: Eier

 

Kalium, Chlorid und Natrium

Das Kalium, das Chlorid und das Natrium sind von enormer Bedeutung für den Wasserhaushalt des Körpers. Sie sind alle an den Säure-Basen-Haushalt beteiligt und haben Einfluss auf den osmotischen Druck und wirken außerdem noch mit an dem Gleichgewicht der Elektrolyte im Körper.

Das Kalium Übermittlung außerdem noch die Signale an die Zellen und das Chlorid ist als Salzsäure (HCI) des Magensaftes bekannt, welches der Verdauung und der Abwehr von Krankheitserregern im Körper dient. Das Natrium trägt zum Aufbau der elektrischen Spannung an den Zellmembranen bei und ist deshalb für die Weiterleitung von Nervenimpulsen, den Herzrhythmus und der Muskelarbeit wichtig.

Bei einem Kalium-Mangel könnte es zu Herzrhythmusstörungen, Muskelschwäche (Paresen) und schlechteren Reflexen kommen, aber auch Müdigkeit, Verstopfung oder häufigere Urinausscheidung (Polyurie), könnten ein Zeichen für Kalium-Mangel sein. Bei einem Chlorid-Mangel könnte es zu Störungen im Säure-Basen-Haushalt kommen, der PH-Wert steigt an und dadurch entwickelt sich eine Alkalose, welche dann zu Folgenden Symptomen führen kann, flache Atmung, Muskelkrämpfen und Herzfunktionsstörungen.

Bei einem Natrium-Mangel beginnen die Gehirnzellen, Wasser aus dem Blut zu ziehen, um den Natriumgehalt wieder anzuheben, dadurch schwellen die Gehirnzellen an und der Hirndruck steig, das kann schlimme Auswirkungen haben, wie ein schneller Verlust der geistigen Fähigkeiten, oder Schwindel und Unsicherheiten beim Gehen könnten auftreten.

 

In Folgenden Lebensmitteln findet man viel Kalium, Chlorid und Natrium:

  • Kalium: Bananen und Aprikosen
  • Kalium: Gemüse, wie Karotten, Avocado, Tomaten, Kohlrabi, Rosenkohl, Paprika, Champignons
  • Kalium: Kartoffeln
  • Kalium: Tomatenmark
  • Kalium: Trockenobst
  • Kalium: Nüsse, wie Haselnüsse, Cashewkerne, Erdnüsse und Mandeln
  • Kalium: Zartbitterschokolade
  • Chlorid: gepökeltes und geräuchertes Fleisch
  • Chlorid: gesalzener und geräucherter Fisch
  • Chlorid: viele Konserven und Fertiggerichte
  • Chlorid: Käse und Käsegebäck
  • Chlorid: Chips und gesalzene Nüsse
  • Natrium: Wurstsorten, wie Salami, Frankfurter und Knackwurst
  • Natrium: Käse, wie Frischkäse und Hartkäse
  • Natrium: Brot und Knabbergebäck
  • Natrium: Pommes
  • Natrium Fischkonserven
  • Natrium: Fertiggerichte, wie TK-Pizza 

 

 

 

Magnesium

Das Magnesium hat lebenswichtige Aufgaben im Körper, genauso wie das Calcium und das Phosphor ist es am Aufbau von unseren Knochen und Zähnen beteiligt, es ist wichtig für die Muskelkontraktionen, für die Verständigung zwischen unseren Nervenzellen und zwischen Nerven- und unseren Muskelzellen. Auch für unsere Herztätigkeit ist das Magnesium ein unverzichtbarer Mineralstoff.

Bei einem Magnesium-Mangel können Folgende Symptome auftreten:

 

In Folgenden Lebensmitteln findet man viel Magnesium:

  • Vollkornprodukte, Wie Vollkornbrot
  • Getreide, Samen, Saaten, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne und Nüsse
  • Weizenkleie
  • Milch und Milchprodukte
  • Fleisch
  • Broccoli
  • Naturreis
  • Hülsenfrüchte
  • Kartoffeln
  • Brombeeren und Himbeeren
  • Bananen
  • Kiwi
  • Ananas

 

Schwefel

Schwefel ist besonders in unseren Nägeln und Haaren enthalten, aber auch unsere Muskeln, Sehnen, unser Bindegewebe, unser Knorpel und unsere Knochen bestehen aus schwefelhaltigen Aminosäuren. Schwefel hat Folgende Funktionen in unserem Körper:

  • Schwefel ist für den Aufbau von Eiweißstoffen aus Aminosäuren zuständig.
  • Schwefel ist ein Bestandteil von Enzymen, Hormonen, wie dem Insulin, von Aminosäuren (Cystein, Methionin, Taurin) und von Glutathion (einem körpereigener Antioxidans).
  • Ohne Schwefel können Eiweiße und Enzyme ihre ursprüngliche Funktion nicht mehr erfüllen.
  • Schwefel hilft bei der Energiegewinnung im Körper.
  • Schwefel ist Stoffwechselfördernd.
  • Schwefel hilft bei der Stärkung des Immunsystems.
  • Schwefel ist ein wichtiger Bestandteil des körpereigenen Entgiftungssystems

 

Bei einem Schwefel-Mangel können ständige Müdigkeit, Gelenkbeschwerden und langsamere Reaktionen auftreten.

 

In Folgenden Lebensmitteln findet man viel Schwefel:

  • im Fleisch
  • in Eiern
  • in Milch und Milchprodukten
  • in Nüssen und Hülsenfrüchten
  • im Knoblauch
  • in der Zwiebel
  • im Bärlauch

 

In Zahlreichen Lebensmitteln, wo besonders viel Eiweiß enthalten ist, findet man auch Schwefel, selbst bei der Weinherstellung wird Schwefel als Konservierungsmittel eingesetzt.

 

 

Die Spurenelemente findet man in Folgenden Lebensmitteln:

Chrom:

  • Miesmuscheln und Garnelen
  • Pilzen, wie Champignons
  • Gemüse, wie Tomaten, Broccoli, Rosenkohl, Gurken, Spinat und Kopfsalat
  • Obst, wie Birnen
  • Fleisch
  • Leber
  • Eier
  • Haferflocken, Weizenkeimen und Vollkornprodukten

 

Eisen:

  • dunkles Fleisch
  • Blutwurst
  • Leber
  • Hülsenfrüchte, wie Erbsen, Bohnen und Linsen

 

Jod:

  • Gemüse, wie Broccoli, Spinat, Grünkohl, Fenchel und Erbsen
  • Meeresfrüchte und Seefische
  • Milch und Milchprodukte
  • Eier

 

Kupfer:

  • Rinderleber
  • Bananen
  • Gemüse, wie Spinat, Chicorée und Feldsalat
  • Fisch
  • Nüsse, Samen, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte
  • Kakao

 

Mangan:

  • Vollkorn- und Getreideprodukte, wie Brot, Weizenkeime, Haferflocken, Hülsenfrüchte, Leinsamen, Nüsse Hirse und Reis
  • grünes Blattgemüse, wie Spinat und Rucola
  • Heidelbeeren und Apfelbeeren (Aroniabeeren)
  • Trockenpflaumen

 

Selen:

  • Kokosnüsse
  • Mandarinen und schwarze Johannesbeeren
  • Paranüsse und Hülsenfrüchte
  • Kohlgemüse, wie Blumenkohl, Rotkohl und Wirsing
  • Fleisch und Fisch
  • Milch und Milchprodukte

 

Zink:

  • Fisch und Meeresfrüchte
  • Fleisch, wie Geflügel und Leber
  • Nüsse, Kürbiskerne und Mohn
  • Milch und Milchprodukte, wie Edamer-Käse
  • Vollkornprodukte, wie Brot und Reis

 

Fluorid:

  • Seefisch, wie Sardinen
  • Schwarztee
  • Getreide
  • Fleisch und Leber
  • Mineral- und Trinkwasser

 

Molybdän:

  • Getreide, wie Buchweizen, Hafer und Vollkornmehl von Roggen und Weizen
  • Hülsenfrüchte, wie Sojabohnen, grüne Erbsen
  • Gemüse, wie Rotkohl, Knoblauch, Spinat und Schnittbohnen

 

Wie man sieht, kann man mit einer ausgewogenen und gesunden Ernährung, ganz einfach seinen Tagesbedarf mit allen Mineralstoffen und Spurenelementen abdecken, auch wenn es am Anfang so aussieht als wären es so viele Bestandteile, auf die man achten müsste, merkt man ganz schnell, dass man mit einem Lebensmittel schon sehr viele Mineralstoffe und Spurenelemente zu sich genommen hat.

 

 

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